Wir hoffen, nicht nur Unternehmen, Regierungen, Verbände, sondern viele einzelne deutsche Menschen werden den überlebenden Opfern dieser bösen Politik durch eine Geste zu verstehen geben, dass ihnen dieses Unrecht bewusst ist, dass sie Kummer und Scham empfinden, dass sie etwas gutmachen wollen. Uns beunruhigt die Vorstellung, dass die letzten Zwangsarbeiter sterben, ohne dass sie dieses Zeichen erreicht.... Ob wir die Zwangsarbeiter überhaupt für ihr Leid entschädigen können, lässt sich bezweifeln. Dass man ihr Leid als Leid anerkennt, dass man das ihnen zugefügte Unrecht Unrecht nennt, und dass man dafür um Vergebung bittet, wie das der Bundespräsident in unser aller Namen getan hat, ist notwendig und gut. Wir folgen ihm hierin. ... Der Bundesvorstand des Deutschen Richterbundes hat sich diesem Aufruf angeschlossen und ruft die Mitglieder des Deutschen Richterbundes auf, »sich an dieser Geste der Anerkennung, des Leidens, was den Zwangsarbeitern im Namen des deutschen Volkes angetan worden ist, zu beteiligen«. Bitte zahlen Sie einen Betrag an die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (Commerzbank Frankfurt a. M., BLZ 50040000, Konto-Nr. 3318441), der nicht von den Steuern abgesetzt werden sollte. |